... da fehlt etwas
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Sven von Loga
Sven von Loga 

Drachenfelser Ländchen

Hat mit dem Drachenfels schon ein bißchen zu tun, liegt aber auf der linken Rheinseite.

Das "Drachenfelser Ländchen" ist die heutige Gemeinde Wachtberg.

 

Auch das Drachenfelser Ländchen ist von Vulkanen geprägt, die zeitgleich mit den Vulkanen des Siebengebirges entstanden sind ... der Vulkanismus im Untergrund war unbeeindruckt von den Gewässern oberhalb - sowohl von der Nordsee, die damals an ihre Ufer bei Bonn plätscherte, als auch vom Rhein, der damals noch ganz anders aussah.

 

Vor 25 Millionen Jahren drang im Gebiet des heutigen Drachenfelser Ländchens Magma auf. Es drang bis kurz unter die Erdoberfläche, aber es gab keine Vulkanausbrüche. Subvulkane nennt man diese Erscheinung im Vulkanismus. Im Laufe der nachfolgenden Jahrmillionen witterten diese eingedrungenen Körper frei und stehen heute als Kuppen in der Landschaft. Vor 25 Millionen Jahren waren Siebengebirge und Drachenfelser Ländchen, das heutige Wachtberg, noch ein zusammenhängendes Gebiet, der Siebengebirgsvulkanismus und der des Drachenfelser Ländchens sind eins. Erst lange nach der Phase des Vulkanismus wich die Nordsee - die damals an den Gestaden von Bonn plätscherte - zurück, das Rheinische Schiefergebirge hob sich an und erst vor 300.000 schnitt sich der Rhein in sein heutiges Flussbett durch das Schiefergebirge ein.
Auf dieser herrlichen Tour geht es von den Wachtberger Höhen hinab zum Dächelsberg bei Niederbachem, immer mit der grandiosen Aussicht auf das Siebengebirge. Wir besuchen Vulkane, finden Baumaterial für den Kölner Dom, lernen regionale Gesteine als Baumaterial kennen, besuchen den Stumpeberg und den Namensgeber der Region, den Wachtberg.

 

Irgendwann aber wurde es den Herren zu Drachenfels auf ihrer Burg auf dem Drachenfels im Siebengebirge zu kalt und zu ungemütlich und so zogen sie auf die gegenüber liegende Rheinseite, in die romantische Wasserburg Gudenau bei Wachtberg-Villip. Die Gegend war fruchtbar und klimatisch erheblich milder als das Siebengebirge.

Beim katastrophalen Unwetter im Juni 2016 wurde die Burg Gudenau schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Der Generalanzeiger berichtet mit Videoclips

 

Auf dieser Exkursion befassen wir uns mit der Geologie und dem Vulkanismus des Drachenfelser Ländchens, in dem auch Baumaterial für den Kölner Dom gebrochen wurde, mit alten Transportwegen, mit dem heutigen Apfelanbau und genießen wunderbare Aussichten auf das Siebengebirge.

 

Rodderberg

Wanderung über einen zu weit nördlich ausgebrochenen Vulkan

 

Direkt südlich von Bad-Godesberg steht der jüngste und größte Vulkan des Drachenfelser Ländchens: der Rodderberg bei Bonn-Mehlem. Erst vor 300.000 Jahren brach dieser Vulkan zum letzten Mal aus und schuf einen gewaltigen Aschenkegel, der heute als Paradies für seltene Tiere und Pflanzen gilt. Der Rodderberg stellt einen etwas abseits gelegenen Ausläufer des Osteifel-Vulkanismus dar und hat mit den anderen Vulkanen des Drachenfelser Ländchens und mit denen des Siebengebirges nichts zu tun. Deren Ausbruchsphasen liegen schon 25 Millionen Jahre zurück.

 

Über den Rolandsbogen mit Blick auf das gegenüberliegende Siebengebirge führt diese Exkursion rund um den Rodderberg und liefert herrliche Ausblicke über das Siebengebirge und das Rheintal. Während wir diese Ausblicke genießen und auch hier und da kleine Details betrachten, erfahren wir vieles über die geologische Entstehung des Siebengebirges und des Drachenfelser Ländchens wie auch über die Geologie des Rheins.

Die Tour ist vom Schwierigkeitsgrad her einfach, die Wegstrecke beträgt etwa 5 km. Die Exkursion beginnt und endet an der Broichhofkapelle nahe des Landgasthauses Gut Broichhof, hier läßt sich nach der Tour gut einkehren. An der Broichhofkapelle gibt es einen Wanderparkplatz.

 

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